Ein Pegel-Alarm soll sich melden, wenn es darauf ankommt, und schweigen, wenn nichts passiert. Beides hängt von der Alarmart und der Schwelle ab.

Die Alarmarten

Einen Alarm legen Sie auf der Seite des Pegels an; angeboten werden nur die Arten, für die der Pegel Daten liefert.

  • Wasserstand über / unter: meldet, sobald der Wert eine Grenze über- oder unterschreitet.
  • Schwellwert: mit wählbarer Richtung und Hysterese — die Grundlage für einen „Keller-Alarm".
  • Hochwasser ab Meldestufe: bindet den Alarm an die amtliche Meldestufe statt an Zentimeter. Ändert die Behörde eine Stufe, folgt der Alarm automatisch.
  • Hochwasserklasse ab: nutzt die Hochwasser-Einstufung der Länder, die die Karte farbig zeigt.
  • Wunschbereich: Unter- und Obergrenze; Sie erfahren, wann der Pegel in den Bereich hinein- und wieder herausläuft — für Paddler und Angler.
  • Vorhersage über: löst aus, wenn die neueste Wasserstandsvorhersage im gewählten Zeitfenster die Schwelle erreicht. Im September 2026 gibt es das an Pegeln in Rheinland-Pfalz.
  • Starkregen-Index (PFI): wertet den Radar-Nowcast des Deutschen Wetterdienstes am Pegel aus und weist unabhängig vom Wasserstand auf Starkregen und mögliche Sturzfluten hin — ein Hinweis, keine amtliche Warnung.

Die richtige Schwelle

  • Meldestufe vor Zentimeterwert: Amtliche Stufen sind auf die Lage vor Ort abgestimmt — siehe Hochwasser-Meldestufen.
  • Eigene Schwelle mit Abstand: Für den Keller zählt der Stand, ab dem es bei Ihnen kritisch wird. Manche Städte, etwa Dresden, zeigen Überschwemmungsgebiete je Pegelstand. Setzen Sie die Schwelle deutlich darunter; mehr im Ratgeber Keller vor Hochwasser schützen.
  • Pegel flussaufwärts wählen: Er meldet früher — siehe Hochwasser kommt von oben.
  • Einheit des Pegels beachten: Schweizer Pegel melden Meter über Meer, die Schwelle geben Sie ebenso ein — siehe Pegel im Ausland richtig lesen.

Entwarnung und Hysterese

Jede Regel meldet sich, wenn die Bedingung eintritt, und mit einer Entwarnung, sobald sie nicht mehr erfüllt ist — dazwischen ohne Wiederholungen. Fehlen die nötigen Daten, etwa bei einem Quellenausfall, wertet Fluvigil das nicht als Entwarnung.

Pendelt der Wasserstand um die Schwelle, hilft beim Schwellwert-Alarm die Hysterese. Beispiel: Schwelle 400 cm, steigend, Hysterese 5 cm. Der Alarm kommt über 400 cm, die Entwarnung erst bei 395 cm oder darunter. Die Voreinstellung „Hauseigentümer" schlägt 5 cm vor.

Warum Vorwarnzeit zählt

Am 15. September 2024 rief Dresden bei 501 cm die Alarmstufe 2 für die Elbe aus und kündigte nach der Warnung des Landeshochwasserzentrums an, dass Alarmstufe 3 am Folgetag überschritten und der Scheitel am 18. und 19. September erwartet werde (Landeshauptstadt Dresden, 15. September 2024). Das waren drei bis vier Tage Vorlauf. Ein Alarm auf eine frühe Stufe verschafft Ihnen solche Zeit, um Keller zu räumen und die Pumpe vorzubereiten.

Regeln je Tarif

  • Free: eine Regel, per Push, Telegram oder E-Mail.
  • Pro: bis zu zehn Regeln, zusätzlich Webhook.
  • Business und Enterprise: unbegrenzt.

Preise stehen unter Tarife & Limits, Ihre Regeln verwalten Sie im Konto. Fluvigil ist kein amtlicher Warndienst — maßgeblich bleiben die Hochwasserzentralen und Warn-Apps wie NINA.