Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
§ 1 Geltungsbereich und Anbieter
Diese AGB gelten für die Nutzung von Fluvigil (fluvigil.de), betrieben von Customable, Inhaber: Jonas Hanisch, Hugo-Haase-Str. 13, 04442 Zwenkau (nachfolgend „Anbieter"). Sie gelten für die kostenlose Nutzung, registrierte Konten und kostenpflichtige Tarife.
§ 2 Leistungsbeschreibung
Fluvigil aggregiert öffentlich verfügbare Wasserstands- und Hochwasserdaten deutscher Pegel und stellt sie als Karte, Historie, Benachrichtigungsdienst und Programmierschnittstelle (API/MCP) bereit. Umfang und Limits der Tarife ergeben sich aus der jeweils aktuellen Beschreibung auf der Website. Der Anbieter ist berechtigt, den kostenlosen Funktionsumfang weiterzuentwickeln und anzupassen.
Fluvigil ist kein amtlicher Warndienst. Die Daten stammen aus Quellen Dritter und werden ohne Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit oder ununterbrochene Verfügbarkeit bereitgestellt. Maßgeblich für Gefahrenlagen sind ausschließlich die amtlichen Warnungen der zuständigen Behörden.
Liefert ein beobachteter Pegel keine Werte mehr, bemüht sich Fluvigil, darauf hinzuweisen, wenn das für die Lage von Bedeutung ist, etwa wenn der Pegel vor dem Ausfall nahe an der eingestellten Meldegrenze lag oder stieg oder wenn der Ausfall lange dauert. Höchstens einmal je Ausfall, nachts nur bei naher Meldegrenze. Im Kontobereich lässt sich einstellen, ob eine solche Nachricht nur bei Relevanz, immer oder nie gesendet wird. Ein Ausfall wird in jedem Fall auf der Seite des Pegels angezeigt. Ein Anspruch darauf, dass eine solche Nachricht zugestellt wird, besteht nicht; auch die Zustellung von Benachrichtigungen kann sich verzögern oder ausbleiben. Dass keine Ausfallmeldung eingeht, heißt nicht, dass der Pegel Werte liefert oder keine Gefahr besteht. Es ist keine Entwarnung.
§ 3 Registrierung und Konto
Für erweiterte Funktionen ist ein Konto erforderlich. Die Zugangsdaten und API-Schlüssel sind geheim zu halten; Handlungen über das Konto werden dem Kontoinhaber zugerechnet. Es besteht kein Anspruch auf Registrierung. Konten können per E-Mail an den Anbieter gelöscht werden.
§ 4 Kostenpflichtige Tarife, Zahlung, Laufzeit
Kostenpflichtige Tarife werden als Abonnement mit monatlicher Laufzeit geschlossen; die Zahlungsabwicklung erfolgt über Stripe. Das Abonnement verlängert sich automatisch um die jeweilige Laufzeit, sofern es nicht zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode im Kontobereich gekündigt wird. Bei Zahlungsverzug kann der Anbieter den Tarif nach Mahnung auf den kostenlosen Funktionsumfang zurückstufen. Preisänderungen werden mindestens vier Wochen vor Wirksamwerden angekündigt und gelten erst ab der nächsten Abrechnungsperiode.
§ 5 Widerrufsrecht für Verbraucher
Verbrauchern steht ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen ab Vertragsschluss zu. Einzelheiten, die Widerrufsfolgen und ein Muster-Widerrufsformular enthält die Widerrufsbelehrung. Verlangt der Verbraucher, dass die Leistung bereits während der Widerrufsfrist beginnt, ist im Widerrufsfall ein anteiliger Betrag für die bis dahin erbrachte Leistung zu zahlen.
§ 6 Zulässige Nutzung
Die API darf nur innerhalb der tariflichen Limits genutzt werden. Untersagt sind insbesondere die Umgehung von Zugriffs- oder Tarifbeschränkungen, die Weitergabe von API-Schlüsseln an Dritte außerhalb der eigenen Organisation sowie Handlungen, die die Verfügbarkeit des Dienstes oder der Datenquellen beeinträchtigen. Bei der Weiterverwendung der Daten sind die Lizenzbedingungen der Ursprungsquellen (insbesondere Attributionspflichten, siehe Impressum) einzuhalten.
Liefert die API oder der MCP-Dienst zu einem Wert den Datenquellenhinweis („sourceNotice“) mit, hat der Nutzer diesen Hinweis überall dort, wo er den Wert anzeigt, veröffentlicht oder weitergibt, vollständig und gut sichtbar neben dem Wert wiederzugeben. Eine Kürzung ist nur zulässig, soweit der Hinweis eine Kurzfassung („textShort“) enthält; ist die Kurzfassung leer, darf der Hinweis nicht gekürzt werden. Entfernt der Nutzer den Hinweis oder gibt er den Wert ohne ihn weiter, verstößt er gegen diese AGB.
§ 7 Nutzergenerierte Inhalte (Fotos)
Angemeldete Nutzer können Fotos zu einem Pegel hochladen. Mit dem Upload sichert der Nutzer zu, dass er alle Rechte am Bild besitzt und dass das Bild keine erkennbaren Personen ohne deren Einwilligung zeigt. Der Nutzer räumt dem Anbieter ein einfaches, widerrufliches Recht ein, das Foto auf der jeweiligen Pegelseite anzuzeigen.
Unzulässig sind insbesondere Bilder mit erkennbaren Personen ohne Einwilligung, rechts- oder sittenwidrige, beleidigende, werbliche oder themenfremde Inhalte. Der Anbieter prüft Fotos vor der Veröffentlichung (Vorab-Moderation) und kann jedes Foto jederzeit ablehnen oder entfernen. Jedes veröffentlichte Foto kann über die Melde-Funktion beanstandet werden; berechtigten Meldungen wird unverzüglich nachgegangen. Verstöße können zur Entfernung der Inhalte und zu Maßnahmen gegen das Konto führen.
§ 8 Verfügbarkeit
Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit, schuldet aber — vorbehaltlich abweichender individueller Vereinbarungen (Enterprise) — keine bestimmte Verfügbarkeit. Wartungsfenster, Störungen der Datenquellen und höhere Gewalt können zu Unterbrechungen führen.
§ 9 Haftung
Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit. Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. Diese Haftungsbegrenzung gilt auch für ausbleibende oder verspätete Benachrichtigungen. Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.
§ 10 Änderungen der AGB
Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft anpassen, soweit dies für Bestandskunden zumutbar ist. Änderungen werden mindestens vier Wochen vor Wirksamwerden per E-Mail angekündigt; widerspricht der Kunde nicht bis zum Wirksamwerden, gelten sie als angenommen. Auf das Widerspruchsrecht und die Folgen wird in der Ankündigung hingewiesen.
§ 11 Schlussbestimmungen
Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts; gegenüber Verbrauchern bleiben zwingende Verbraucherschutzvorschriften ihres Aufenthaltsstaats unberührt. Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen unberührt. Stand: Oktober 2026.