Der Keller ist bei Hochwasser fast immer der erste Raum, der nass wird — und der, in dem Heizung, Elektroverteilung und oft Wertvolles stehen. Mit der richtigen Vorsorge lässt sich der Schaden begrenzen oder ganz vermeiden. Dieser Ratgeber zeigt, worauf es ankommt.

Wie Wasser in den Keller kommt

Wasser dringt auf drei Wegen ein: als Rückstau aus der überlasteten Kanalisation, als drückendes Grundwasser durch Wände und Bodenplatte und als Oberflächenwasser über Lichtschächte und Fenster. Wirksamer Schutz denkt alle drei mit.

Bauliche Vorsorge

  • Rückstausicherung einbauen lassen, damit Kanalwasser nicht durch Bodenabläufe oder Toiletten zurückdrückt.
  • Lichtschächte und Kellerfenster erhöhen oder mit Aufkantungen und Schwellen sichern.
  • Heizung und Elektroverteilung möglichst nicht im überflutungsgefährdeten Keller betreiben, oder erhöht montieren.
  • Wertsachen und wichtige Geräte nicht dauerhaft im Keller lagern.

Tauchpumpe bereithalten

Eine Tauchpumpe samt Schlauch holt eingedrungenes Wasser wieder heraus — vorausgesetzt, sie ist vorbereitet und es gibt Strom. Lagern Sie sie zugänglich, nicht hinter dem, was Sie damit schützen wollen.

Strom für die Pumpe sichern

Genau hier liegt eine Tücke: Bei größeren Hochwasserlagen fällt häufig der Strom aus — und dann steht die Pumpe still. Wer auf die Tauchpumpe angewiesen ist, sollte eine vom Netz unabhängige Stromquelle einplanen. Warum eine normale Photovoltaik-Anlage dabei nicht automatisch hilft und was tatsächlich funktioniert, erklärt der Ratgeber Stromausfall durch Hochwasser.

Rechtzeitig gewarnt sein

Der beste bauliche Schutz nützt wenig, wenn das Wasser ohne Vorwarnung kommt. Beobachten Sie den Pegel in Ihrer Nähe und richten Sie einen Pegel-Alarm ein, der Sie beim Überschreiten einer von Ihnen gewählten Schwelle benachrichtigt — etwa als „Keller-Alarm" auf einen Wert, ab dem Ihr Grundstück erfahrungsgemäß gefährdet ist.